Methoden der Brustverkleinerung

Die Lejour-Technik


Bei dieser Methode wird der Schnitt kreisförmig um den Warzenhof ausgeführt und senkrecht runter bis zur Brustumschlagfalte vollzogen. Die Vorteile sind hierbei, dass

  • die Wundheilungszeit äußerst gering ist und
  • die Empfindsamkeit der Brust nur geringfügig beeinflusst wird.

In Folge dessen entstehen kaum sichtbare Narben. Besonders geeignet ist diese Methode für Frauen, denen bis zu 500 Gramm Fett- und Drüsengewebe entnommen werden muss.

Die T-Technik und L-Technik

Bei dieser Variante kann der Schnitt auf zwei Wegen erfolgen. Auf der Basis eines kreisrunden Schnittes um den Warzenhof, kann dieser nunmehr entweder senkrecht zur Brustumschlagfalte und im Anschluss daran waagerecht in der Falte erfolgen (wie ein umgedrehtes T) oder andernfalls ebenfalls in der Falte waagerecht, jedoch nur in eine Richtung (wie ein L).

Aufgrund dessen kann wesentlich mehr Gewebe entnommen werden, als es bei der Lejour-Technik der Fall ist. Nachteilig ist jedoch, dass ein bis zwei Tage Dränageschläuche angelegt werden und für circa drei Wochen ein Stützverband getragen werden muss. Additiv steigt aufgrund des größeren Schnittes das Infektionspotential.

Die Brustwarzenstielbildung

Bei dieser letzten Methode handelt es sich um die sogenannte Brustwarzenstielbildung. In diesem Kontext spielt insbesondere die Aufrechterhaltung der Durchblutung und Versorgung der Nerven der Brustwarzen eine essentielle Rolle. Diese müssen bei größeren Operationen samt Nerven und Blutbahnen umgesetzt werden. Hierbei wird aus Fett- und Drüsengewebe ein Stiel modelliert, der um die Brustwarze und den Hof gebildet wird und danach in eine neue Position gebracht werden kann. Bei dieser Methode kann man zwischen fünf Varianten unterscheiden:


Kranialer Stiel:

Der Stiel ist sehr dünn und wird nach oben gezogen, wodurch die Durchblutung behindert werden kann.

Medialer Stiel:

Der Stiel wird relativ mittig angesetzt, sodass die Warze leichter in die gewünschte Position gebracht werden kann.

Kaudaler Stiel:

In diesem Fall wird der Stiel unten angesetzt, was sich zwar als eine sichere Methode herausgestellt hat, jedoch den Nachteil hat, dass die Brust sehr platt wirkt und eine erneute Ptosis relativ schnell wieder auftreten kann.

Lateraler Stiel:

Hierbei wird der Stiel seitlich angeordnet, was eine bessere Formung der Brust zulässt, jedoch kann diese im oberen Bereich flacher erscheinen, da das Gewebe nicht optimal verteilt werden kann.

Zentraler Stiel:

Diese Technik ist die schwierigste von allen und kann nicht bei jeder Brust zur Anwendung kommen. Darüber hinaus sollte der Chirurg genug Erfahrung mitbringen. Abgesehen davon können mit dieser Technik die besten Ergebnisse erzielt werden.

 

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