Implantate der Brustvergrößerung

Bei der Wahl der Implantate kann in der Regel zwischen drei Typen unterschieden werden, die im Folgenden kurz erläutert werden sollen.

Die wohl bekannteste Variante und zudem am häufigsten verwendete sind die Silikonimplantate. Diese überzeugen insbesondere durch ihre Robustheit. Die Hülle der Silikonimplantate ist derart vernetzt, dass ein Reißen zu fast 100 Prozent ausgeschlossen werden kann. Sollte es trotz dessen zu Beschädigungen der Hülle kommen, verhindert die chemische Beschaffenheit der Füllung ein Ausfließen der Flüssigkeit. Die Haltbarkeit dieser Implantate wird in der Regel auf zehn Jahre festgelegt.

Ein weiter bekannter Implantattyp sind die Kochsalzimplantate. Der besondere Vorteil liegt in der Möglichkeit der nachträglichen Befüllung der Implantate. Diese werden bei der OP im unbefüllten Zustand in die Brust implantiert und erst im Nachhinein mit der Kochsalzlösung befüllt. Somit kann man das Volumen der Brust fast nach Belieben verändern. Im Gegensatz dazu offenbaren sich jedoch eklatante Schwächen. Zum einen ist die Formgebung dieser Implantate weitaus schlechter in Relation zu den Silikonimplantaten. Zum anderen kann die Kochsalzlösung im Falles eines Risses in das umliegende Gewebe fließen, was starke Schmerzen hervorrufen kann. Aufgrund dessen finden diese Variante nur noch wenig Anwendung.


Eine dritte und letzte Version stellen Implantate mit Sojaöl dar. Entwickelt mit der Intention eine höhere Geschmeidigkeit zu erzielen, wurden diese Implantate in letzter Zeit fast komplett vom Markt genommen, da sich enorme Probleme offenbart haben. Ähnlich wie Kochsalzimplantate verfügen die Sojaölimplantate über eine geringe chemische Dichte, sodass im Zuge eines Risses das angrenzende Gewebe beschädigt werden kann. Des Weiteren hat sich herausgestellt, dass das Sojaöl sehr schnell ranzig wird, wodurch die Haltbarkeit immens beeinträchtigt wird.

Gänzlich neu ist eine seit 2004 erprobte Methode der Brustvergrößerung. In diesem Kontext werden aus körpereigenen Fettzellen, Stammzellen gewonnen, die anschließend in die Brust implantiert werden. Dort angegelangt werden aus den Stammzellen wiederum Fettzellen, sodass das Wachstum der Brüste angeregt wird. Diese Variante ist unter der Bezeichnung Cell-Assisted Lipotransfer (CAL) bekannt und wurde von dem japanischen Forscher Kotaro Yoshimura entwickelt.

 

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